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livMatS offizieller Partner der Konferenz RoboSoft 2025

Forscher des Exzellenzclusters veranstalten auf der RoboSoft 2025 interdisziplinäre Workshops

May 12, 2025

Die International Conference on Soft Robotics (RoboSoft) gilt als eine der führenden Konferenzen auf dem Gebiet innovativer Roboter. Dieses Jahr stand die Konferenz, die vom 23. bis 26. April in Lausanne/Schweiz stattfand, unter dem Titel „Interdisciplinarity and Widening Horizons“.

livMatS hat die Konferenz als offizieller Partner unterstützt und in einem Workshop zum Thema „Bioinspired Autonomy: Philosophical Aspects Meet Technological Challenges“ internationale Forscher*innen aus den Bereichen Philosophie und Robotik zusammengebracht.  livMatS-Wissenschaftler Jun.-Prof. Edoardo Milana hat diesen Workshop zusammen mit Prof. Marco Tamborini (Technische Universität Darmstadt) und Prof. Johannes (Bas) Overvelde (Eindhoven University of Technology), veranstaltet.

livMatS-Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Isabella Fiorello co-organisierte außerdem einen weiteren Workshop, der sich mit dem Thema „Nature-Inspired Intelligence: Biomimetic and Hybrid Materials for autonomous Soft Machines“ beschäftigte.

Verkörperte Intelligenz und Energieautononomie

„Unser Workshop war ein großer Erfolg, viele Konferenzteilnehmer*innen haben teilgenommen. Die Diskussionen zwischen Ingenieur*innen und Philosoph*innen waren spannend und lebendig“, sagt Edoardo Milana.

Der Workshop untersuchte Fragen rund um verkörperte Intelligenz und Energieautonomie bei Softrobotern. Die Wissenschaftler*innen diskutierten unter anderem, wie wie der verkörperte Ansatz das allgemeine Denken über maschinelle Intelligenz verändern wird, sowie ethische und praktische Grenzen im Designprozess.

Beeindruckende Fortschritte bei KI-Modellen erfordern fortschrittliche Hardwarekapazitäten

„Maschinen können heute Rätsel lösen, Muster finden und Texte viel schneller und manchmal besser schreiben als die meisten Menschen, aber sie haben Schwierigkeiten, in der realen Welt zu funktionieren. Jede unvorhergesehene Interaktion kann dazu führen, dass Roboter stecken bleiben oder abstürzen, ganz zu schweigen von der begrenzten Energieautonomie, die ihnen zur Verfügung steht“, sagt Milana. "Bioinspirierte Autonomie in technischen Systemen ist daher unerreichbar, wenn die beeindruckenden Fortschritte bei den KI-Modellen nicht durch fortschrittliche Hardwarekapazitäten mit neuen Materialien und Architekturen auf mechanischer und elektrischer Ebene aufgefangen werden, die auch Rechenleistung für KI freisetzen.  Das haben wir auf dem Workshop deutlich gemacht."

Komplexität liegt in der Einfachheit

Der von Isabella Fiorello mitorganisierte Workshop konzentrierte sich auf die Strategien aus der Natur, als Vorbild, um neue Materialien zu entwerfen, biomimetische Strukturen abzuleiten und leistungsfähigere Softroboter zu entwickeln.

„Das Geheimnis der Natur in Bezug auf Komplexität liegt oft in der Einfachheit, die durch intelligente Materialien erreicht wird“, sagt Isabella Fiorello. „Unser Workshop untersuchte, wie weiche Roboter diese Strategien nachahmen können, um physische Intelligenz, Nachhaltigkeit und Energieautonomie zu erreichen - drei Grenzbereiche, die wir für die Zukunft der bioinspirierten Robotik für entscheidend halten.“

Der Workshop “Bioinspired Autonomy: Philosophical Aspects Meet Technological Challenges” wurde mit einer Keynote von Prof. Thomas Speck eröffnet. Es folgten interaktive Q&A Sessions und Flash Präsentationen von den Philosophen Prof. Marta Halina (University of Cambridge, UK), Prof. Edoardo Datteri (University of Milano Bicocca, Italien) und Dr. Louisa Estadieau (ETH Zürich, Schweiz) sowie den Ingenieuren Prof. Cosimo Della Santina (TU Delft, Niederlande), Dr. Isabella Fiorello (livMatS, Universität Freiburg, Deutschland), Prof. Benjamin Gorissen (KU Leuven, Belgien) und Prof. Josie Hughes (EPFL, Schweiz).

Vorträge beim Workshop “Nature-Inspired Intelligence: Biomimetic and Hybrid Materials for autonomous Soft Machines” kamen von Prof. Esther Amstad (EFPL, Schweíz), Prof. Saravana Prashanth Murali Babu (University of Denmark, Dänemark), Prof. Linnea Hesse (University of Hamburg, Deutschland), Prof. Bilge Baytekin (Bilgent University, Türkei), Prof. Aniket Pal (University of Stuttgart, Deutschland).